Top Slider

  • 55 +

    55 plus

    Familien

    Familien

    Unternehmer

    Unternehmer

    Akademiker

    Akademiker
  • Beamte

    Beamte

    Freiberufler

    Freiberufler

    Rentner

    Rentner

    Berufsstart

    Berufsstart

Banner - Strategieportfolio

Strategieportfolio

Banner - Kunden Login

Mein Depot

Anzeigemodul ausgewählte News

Licht im Dschungel


2018 ändert sich die Besteuerung von Investmentfonds. Die EU forderte eine Harmonisierung, nämlich 15% (Körperschafts)- Steuer auf Fondsebene und Deutschland liefert nun. Die wesentliche Änderung ist der Wegfall des Bestandschutzes für „Alt-Anteile“ die vor 2009 erworben sind. Deren Steuerfreiheit für Kursgewinne entfällt. Dafür erhalten Anleger einen Steuerfreibetrag von 100.000€ pro Person und die Steuererklärung dürfte deutlich einfacher werden.

Ab dem 1.1.2018 tritt die Investmentsteuerreform (InvStG-E) in Kraft. Betroffen sind in- und ausländische, offene und geschlossene Fonds. Nun wird sowohl auf Fonds- als auch auf Anlegerebene eine Besteuerung vorgenommen. Auch thesaurierende Fonds werden jetzt einer laufenden Besteuerung unterworfen. Eine Vorabpauschale wird erhoben, somit entfallen Steuerstundungseffekte. Die positive Seite: Zum Ausgleich der Vorabbesteuerung wird ein Teil des Ertrages von der Besteuerung befreit. Diese Freistellung beläuft sich bei Aktienfonds auf 30% und bei Mischfonds auf 15% der Erträge p.A.  

Bestandsschutz wird aufgehoben

Der Bestandsschutz für Fondsanteile, die vor 2009 gekauft wurden, entfällt. Die bislang aufgelaufenen Kursgewinne bleiben zwar steuerfrei, Wertsteigerungen ab 2018 müssen hingegen versteuert werden. Allerdings erhalten Anleger für „Altanteile“ einen Freibetrag in Höhe von 100.000,- Euro pro Person. Der Sparer-Freibetrag von 801€ bleibt bestehen.

Was ist zu tun?

  • Zunächst sollte vermieden werden, alte Fonds“ aus steuerlichen Gründen noch zu verkaufen. Der Steuerfreibetrag gilt nur für die alten (vor 2009 erworbenen) Anteile.
  • Bei über sechsstelligen alten Fondsinvestments sollte nachgesehen werden, ob das Fondsdepot bei Ehepartnern auf beider Namen läuft (Oder-Konto), dann verdoppelt sich automatisch der Freibetrag. Eventuell kann eine Übertragung in das Depot des Ehepartners Sinn machen. Über eine Schenkung könnten „alte“ Fondsanteile an die Kinder gehen, um deren Freibetrag von 100 T€ zu nutzen.
  • Die Fondsverwaltung über deutsche Depotbanken wird deutlich einfacher, eine Übertragung von ausländischer Depotstelle sollte erwogen werden.
  • Bei Fonds, die ab 2009 erworben wurden, kann geprüft werden, ob sie durch Verkauf in 2017 und Neuerwerb 2018 steuerlich glatt gestellt werden sollen. Mehr dazu gerne im persönlichen Gespräch.

Fazit: Grob überschlagen bleibt ein 50.000 € Depot mit „Altfonds“ bei diesen Freibeträgen für den Anleger über viele Jahre steuerfrei.